Äste und Zweige: Gesunder Knabberspaß für Pferde

Pferdeweiden mit sattgrünem Gras, gleichmäßiges Rupfen als Soundtrack und das schöne Gefühl, Pferden ein artgerechtes Leben zu ermöglichen, das wünschen sich viele Pferdebesitzer. Aber jetzt kommt er langsam wieder – der Herbst. Die Pferde werden von den Weiden geholt und das satte Grün verschwindet.

Zum Herbst und zu Beginn des Frühlings wächst bei Pferden der Bedarf an faserhaltigem Futter. Dies ist ein natürlicher Trieb. Deswegen fressen die Pferde im Herbst die herabfallenden Blätter so gerne oder knabbern besonders gern an Holz – seien es Zäune, Tore oder aber Bäume. Denn Äste, Zweige, Blätter, Baumrinde gehören wie holzige Kräuter zum natürlichen Speiseplan von Pferden. Geboten bekommen sie diese in der modernen Pferdehaltung aber nur sehr selten. Warum empfinden wir das Fressen von Holz als so schädlich für unsere Pferde?

 

In der freien Natur halten sich Pferde nicht nur in der Steppe auf, sondern sind auch gerne in dichten Waldgebieten, an Waldrändern und in Gegenden mit viel Strauchbewuchs unterwegs. Von unseren modernen Pferdeweiden ist dieser natürliche Wind- und Wetterschutz in den meisten Fällen leider verschwunden. Bäume und Sträucher dienen jedoch nicht nur als Wetterschutz, sondern sind zusätzlich gute Vitamin- und Mineralstofflieferanten. Daher sollte man sie in der Pferdefütterung nicht außer Acht lassen. Äste, Zweige, Blätter und Baumrinde gehören genauso wie Gras, Heu und Kraftfutter in die Futterration des Pferdes. Jenseits der Inhaltsstoffe putzen knubbelige Zweige die Zähne und glätten deren Kauflächen auf natürliche Weise. Als Schnittgut auf den Ausläufern oder Paddocks verteilt, laden Äste ein zu Beschäftigung und Spielverhalten. Mit dem Kumpel gemeinsam mit einem Ast zu spielen vertieft soziale Bindungen. Pferde, die dazu Gelegenheit haben, können ihr Bedürfnis nach dieser Art von Beschäftigung befriedigen. Sie vergreifen sich nur selten am teuren Holzzaun oder am Balkenwerk der Ställe. Denn das Benagenvon Holz ist ein natürliches Verhalten, keine Unart.

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Sommerekzem beim Pferd - Das große Jucken und der Einsatz von Blutegeln

Die Tage werden wieder länger, wir sind mehr mit unseren Pferden zusammen, genießen bereits die ersten warmen Sonnenstrahlen und nehmen das Gezwitscher der Vögel intensiver wahr. Noch denken viele betroffene Pferdebesitzer nicht an das Übel, dass der Frühling mit sich bringt. Aber für manche verursacht diese warme Zeit Mehrarbeit und Unruhe. Heutzutage gehört das Sommerekzem zu der am meist verbreitetsten Hauterkrankung und plagt jedes Jahr aufs Neue tausende Pferde. Die Weidesaison wird hierdurch vielmehr zu einer Herausforderung für Pferd und Besitzer. 

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Interessante Fachfortbildung bei der Biebertaler Blutegelzucht

Vergangenes Wochenende durfte ich mein Fachwissen weiter vertiefen und konnte zugleich interessante Gespräche mit Mitarbeitern der Biebertaler Blutegelzucht und verschiedenen Pferdetherapeuten führen.

 

Die Dozentin Frau Dr. Kristen Schwenzer (TA) führte uns durch das themenbezogene Seminar. Die Behandlungsmöglichkeiten mit dem medizinischen Blutegel in der Pferdetherapie bei schmerzhaften und degenerativen Erkrankungen des Bewegungsapparates, dermatologische und opthalmologische Fragestellungen sowie in der Reproduktionsmedizin waren genauso Thema wie die Kombinationsmöglichkeiten des Blutegels mit schulmedizinischen Therapieansätzen, die Blutegeltherapie als Erstmaßnahme aber auch der Einsatz in der Nachbehandlung von Erkrankungen.

Hier die Themen im Überblick:


  • Bedeutung des Hufmechanismus im Allgemeinen und der Einsatz von Blutegeln im Hufbereich bei Hufrehe, Hufrollenentzündung, Strahlfäule, Ballenabzesse, Hornspalten und weiteren Pathologien in diesem Bereich
  • Therapieansätze mit Blutegeln bei Gelenkspathologien wie Arthritis, Arthrose sowie degenerativen Gelenkserkrankungen
  • Dermatologische Einsatzgebiete von Blutegeln bei Abzessen, Furunkel, Sommerekzem, Juckreiz, Wunden, Narben und Mauke
  • Blutegelbehandlung am Auge und in der Repruduktionsmedizin
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Akupunktur - Kleiner Stich, große Wirkung

Viel Spaß beim lesen meines Artikels über die Akupunktur bei Pferden im Stadtecho Bamberg.

Erfahren Sie mehr über den Ursprung der Traditionellen Chinesischen Veterinärsmedizin (TCVM) und lernen Sie die Denkweise der Behandlungsmethode besser kennen.

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Therapeuten mit Biss - Die Blutegel

Blutegeltherapie – Das klingt blutig, glitschig und ekelig. Dabei leistet der Blutegel in der Medizin wertvolle Dienste. Auch bei Pferden kann der „Hirudo medicinalis“ bei vielfältigen Krankheitsbildern eingesetzt werden. Die Indikationen reichen von der akuten Hufrehe über entzündliche oder chronische Prozesse, Blutergüsse bis hin zur Arthrose.

Die Blutegeltherapie ist eine alte Therapieform, die nachweislich schon seit etwa 3000 Jahren eingesetzt wird.

Mit dem Beginn des 19. Jahrhunderts begann ein regelrechter „Blutegelboom“, vor allem in England und Frankreich. Es gab kaum eine Krankheit die man nicht mit Hilfe der Blutsauger zu kurieren versuchte, was dazu führte, dass Blutegel in Mitteleuropa nahezu ausstarben. Seit den 70er Jahren findet die Blutegeltherapie wieder Ihren Einsatz in der Behandlung. Aber nicht nur in der Humanmedizin auch in der Tierheilkunde greift man vermehrt zum „Therapeuten mit Biss“.


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Pferdepersönlichkeiten

erkennen nach den 5 Elementen

Pferde haben Charaktereigenschaften, welche auf ihre Grundkonstitution oder Vererbung zurückzuführen sind.

 

Solche Konstitutionstypen finden wir auch in der chinesischen 5-Elemente-Lehre von Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser.

 

Doch wie erkennt man, welcher Typ das eigenen Pferd ist?

 

Lerne in den nächsten Artikeln die einzelnen Pferdetypen kennen.


Das sensible Feuerpferd

...selbstsicher, lebhaft und impulsiv

Das Feuerpferd ist das Pferd, welches einfach „erscheint“! Anmutiger Körperbau, geschmeidige und geschwungene Bewegungen, ausdrucksvolle Augen, eine besonders auffällige Ausstrahlung, dies alles kennzeichnet das Feuerpferd.

  

Pferde die dem Feuertyp zugeordnet sind, möchten vorbildlich Leistung erbringen, sind feinfühlig sowie gelehrig, kontaktfreudig, genießen es liebevoll umsorgt zu werden und gehen umgänglich mit ihren Artgenossen um.


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Das gemütliche Erdpferd

...freundlich, friedlich und verfressen

Beim Erdpferd ist alles etwas rundlichen, kräftiger und muskulöser. Sie müssen nicht zwangsläufig in den Kaltblutrassen vertreten sein, aber diese sind schon von ihrer körperlichen Konstitution stark mit dem Element Erde verbunden.

  

Der Erdtyp ist gemütlich, brav, ruhig und ausgeglichen – ein echtes Verlasspferd. Sie sind unerschütterlich wie geduldig und wollen immer alles richtig machen. 


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Das ängstliche Wasserpferd

...beharrlich, treu und eifrig

Schlank, muskulös mit langen Fesseln sowie ein schmaler langer Kopf mit einem feinen Gesicht und auffälligen Ohren sind die äußeren Merkmale eines Wasserpferdes.

 

Der Wassertyp ist meist ein eifriges, lernbereites, aber eher ängstliches Pferd. Diese Pferde lernen leicht, können sich aber nicht lange konzentrieren und bringen Gelerntes schon mal durcheinander und fühlen sich häufig überfordert. Alles Neue ist aufregend und wird meist mit aufgeregtem Schnauben und oft mit einer Fluchtreaktion quittiert.


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Das perfektionistische Metallpferd

..schön, diszipliniert und empfindsam

Lange Beine, eine schmale Brust und feine Gesichtszüge kennzeichnen das feingliedrige Metallpferd.

 

Der Körperbau des Metallpferdes ist durch Trockenheit geprägt. Trockene, klare Gelenke, ruhige Augen, entwicklungsbedürftige Muskulatur. Diese Pferdtypen finden sich in allen Sportarten, besonders aber im Vielseitigkeitssport, da dort ihre Klugheit und ihre Übersicht im Gelände gefragt sind.


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Das charakterstarke Holzpferd

...ausdauern, kraftvoll und dominant

Muskulös, athletisch mit ausgeprägtem Kinn und Ganaschen, ehrgeizig, arbeitseifrig, mutig und ein richtiges Energiebündel, das sind typische Holzpferde. Holzpferde sind Tiere, die von ihrer körperlichen Konstitution echte „Hingucker“ sind. Sie sind – auch wenn sie nicht trainiert werden – kräftig bemuskelt und strotzten vor Energie. 


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